Feiertage sind immer Großkampftage für die Gastronomie. Hut ab, wer sich da bewährt. Diese Probe hat das Zwieseler Waldhaus leider nicht bestanden. Am 26.12.2009 enttäuschte die Küche der Traditionsgaststätte auf ganzer Linie:
Wir hatten Gänsekeule mit Blaukraut sowie Hirschbraten. Der Service war schleppend, die Getränke schlecht temperiert: Weißbier warm, Pils eiskalt und das Wasser hatte Geschmacksspuren vom Durchgang mit Zitronenlimo vorher.
Die bestellte Vorspeise (ein einfacher Salat) kam zeitgleich mit der Gans. Das Dressing war pamping süß und bis auf den frischen Feldsalat war der Rest aus der Dose bzw. dem Glas.
Die Gänsekeule war vom Vortag, zudem schlecht aufgewärmt und daher zäh.
Hirsch und Gans waren die Beilagen gemein: Die Spätzle: Systemgastro, also nicht selber gemacht. Das Blaukraut war überwürzt mit Nelken und fad abgeschmeckt.
Einzig die Einrichtung und Lage dieser Gaststätte ließ das Herz höher schlagen. Stilecht und idylisch. Man fragt sich, warum dieser Schatz des Bayerwaldes gastronomisch so vernachlässigt wird …

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