Archiv für Restauranttipps

Rosenhof Ergolding bei Landshut

Der wegen seiner Kuchen so vielgerühmte Rosenhof zeigte an einem normalen Dienstagabend im Restaurantbetrieb seine Schattenseiten. Die Karte: wenig innovativ bis langweilig (Wiener Schnitzel, Grillteller, Salat mit Putenbrust um nur einige zu nennen).

Im recht leeren Gasthof mit zugegeben rustikalem und recht angenehmem Ambiente bestellten wir Grillforelle, Käsespätzle und einen Schlemmerteller.

Die Bedienung war freundlich und kompetent. Bei der Hauptsache, dem Essen, vermisste man den gleichen Pfiff wie bei der Gestaltung der Karte. Der Fisch war statt gegrillt, nur Müllerin Art, dazu wenig gewürzt. Den Beilagen, Grillgemüse und Salzkarofffeln, schmeckte man ihre aufgewärmte Vergangenheit deutlich an.

Das Fleisch am Schlemmerteller war zu durchgebraten, sprich trocken, die Soße Standard und die Spätzle, ebenso wie die beim Kinderkeller, bestanden aus einem Fertigprodukt.

Den größten Schwachpunkt stellte der Beilagensalat zu den Käsespätzle dar. O-Ton unser 6-Jähriger Sohn: Der Salat schmeckt aber nicht gut. Kein Wunder, wenn die Küche trotz eines überwiegend leeren Gastraumes auf Fertigdressing zurückgreifen muss.

Wir monierten nur einen Teil der Mängel und das auch nur in vorsichtigem Ton. Die unprofessionelle Antwort der Restaurantchefin war “Unser Chefkoch hat gerade Urlaub”.

Unser Fazit: Trotz schönem Ambiente und guter Lage am See überzeugte das Essen auf ganzer Linie nicht. Auch das Management scheinte unmotiviert und wenig auf Gastlichkeit eingestellt.
Leider können wir nichts Besseres schreiben. Aber wir sind wenigstens ehrlich.

Restaurant Augustlhof Pfettrach bei Landshut

Der Augustlhof ist ein uralter Bauernhof, der vor zwei Jahren von den Wirtsleuten liebvoll restaurariert und als Restaurant wieder eröffnet wurde.
Das Ambiente mit zwei Themenrestaurants (Herzblut und Saustall) überzeugt. Im Sommer kann man es sich im urigen Biergarten gemütlich machen.
Wir waren zum Start der WM 2010 im Restaurantbiergarten und bestellten Gerichte quer durch die attraktive Tageskarte.
Zucchiniblüten in Tempurateig, Basilikumschaumsuppe mit Flusskrebsen, Rotbarbe in Serranoschinken und Lammrücken auf roten Linsen.
Namensgebung und Anrichte waren einwandfrei. Das Lammfleisch in Qualität und Zartheit Referenzklasse. Leider waren alle Gerichte deutlich übersalzen. Es fehlte auch ein frischer Pfiff durch Gemüse und Aromen.
Auch negativ: Die Getränkepreise (Wein mit 0,1 l für über 4 EUR).
Unter dem Strich bleibt bei vielen positiven Eindrücken die sicherlich subjektive Vermutung, dass die Wirtsleute noch im Aufbauprozess sind. Da wird viel probiert mit vielen positiven Aspekten aber auch geschmacklichen Grenzwertigkeiten, die sich durch die super Gestaltung nicht wett machen lassen.
Mein Tipp: das Essen, das gekocht wird, auch mal selber probieren. Namen und Gestaltung sind nur ein Teil. Geschmack ist der wichtigste und langfristig entscheidendste Faktor zum Erfolg.